Willys Fernreisemobiltreffen

Vor dem Treffen

Von Willys Fernreisemobiltreffen habe ich von einem Nachbarn das erste mal gehört. Der hat vor der Tür immer an seinem T4 gebastelt. Kurz nachdem er mir von dem Treffen erzählt hat, war mir klar, dass ich da hin will. So sind wir dann zu zweit, er in seinem Bus, ich auf meiner Africa Twin, Richtung Enkirchen gestartet. Um das kurze Wochenende nutzen zu können, bin ich vor Sonnenaufgang losgefahren und konnte so ganz nebenbei noch einen schönen Sonnenaufgang beobachten. Nach knapp 700km war es geschafft.

In Enkirchen

Als ich durch den kleinen Ort rollte, war mir schnell klar wo ich hin muss. Nachdem ich schon auf dem Weg viele abenteuerliche Mobile gesehen habe, verdichtete sich der Strom dieser Fahrzeuge immer mehr. Da ich das erste Mal da war, hatte ich erstmal keine Ahnung. Das war aber kein Problem. Am Empfang wurde ich sehr freundlich empfangen, die Registrierung ging schnell und so konnte ich auch bald mein Zielbier trinken und das Zelt aufbauen.

Mal sehen was es so gibt

Nach einer kurzen Pause hielt mich nicht mehr viel an meinem Zelt. Eigentlich konnte man gar nicht langsam genug gehen um sich alles vom zum Camper ausgebauten Subaru Libero für zwei Personen bis zum 8×8 MAN KAT anzusehen. Letzterer hat bestimmt mehr Wohnfläche und Comfort als meine Wohnung. Ich fand besonders alles interessant, das die Größe eines Bullis oder Defender, Landcruiser oder G-Klasse hatte. Leider wurde mir aber schnell klar, dass wir für die meisten dieser Gefährte nicht das passende Kleingeld haben. Und nachdem Rieke auch, zu Recht, immer wieder gesagt hat, dass sie lieber einen Bus hätte, habe ich meine Suche dann auch eher darauf konzentriert.

René und Sonja

Vollkommen zufällig und ohne Vorwarnung habe ich dann René und Sonja kennengelernt. Die zwei Schweizer haben schon diverse Expeditionen unternommen, darüber Bücher geschrieben und hatten für mich viele wertvolle Ratschläge parat. Schaut es euch selber an auf www.rsverlag.ch. Während des sehr netten Gesprächs hat sich dann herausgestellt, dass die beiden einen Mitsubishi l300 von der Schweizer Feuerwehr verkaufen. Eigentlich hat er mir nicht wirklich gut gefallen. Ich wollte doch einen VW-Bus mit Allradantrieb. Es war aber schwer etwas gegen den kleinen Bus zu haben. Mit gerade mal 8.000 km auf der Uhr, Allradantrieb, Untersetzungsgetriebe und einem angemessenen Preis von vertrauensvollen Weltreisenden, war das das perfekte Angebot. Ich habe also gleich Rieke angerufen und sie gewarnt: „Rieke, ich habe uns ein Auto gekauft, fast“. „Sehr gut“ war die Antwort.

Gute Laune, Regen und Vorfreude

Nun war ich ja „fast“ auch Besitzer eines Expeditionsmobils und konnte das ganze Treffen mit anderen Augen sehen. Die ganzen mit viel Liebe oder Pragmatismus ausgebauten alten und neuen Fahrzeuge hätte ich mir noch viel länger ansehen können. Aber ich musste ja in den Urlaub an die Ostsee. Die Africa Twin hat im Regen leider etwas gelitten, einen Spiegel und Blinker verloren, war aber trotzdem bequem wie immer. Auf dem Heimweg gab es dann noch mehrmals starken Regen. Eine warme Suppe an der Tankstelle und das nette Angebot eines Familienvaters mir doch ein paar trockene Sachen zum Anziehen geben zu wollen, haben mich dann doch ganz gut nach Hause kommen lassen.

Fazit

Ich bin also an einem Wochenende ungefähr 1.500km Motorrad gefahren und das war laut, windig und kalt. Was besseres kann ich mir kaum vorstellen. Außerdem haben wir fast ein Auto gekauft und das erste Mal Fernreiselust geschnuppert, wunderbar.

 

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