Sri Lanka

Bewegung

Hier auf der Website hat sich in den letzten Monaten nicht viel getan, dafür aber im echten Leben umso mehr. Diese Reise habe ich einem meiner besten freunde zu verdanken. Sie hat mir sehr geholfen etwas Abstand vom Alltag und meinen Kopf wieder auf die Schultern zu bekommen.

Als eine Art Überraschung habe ich an Weihnachten erfahren, dass wir beide für eine Woche nach Sri Lanka fliegen werden um dort mit Motorrädern die Insel zu erkunden. Zwar fahre ich regelmäßig Motorrad aber eine wirkliche Motorradtour habe ich noch nie gemacht. Irgendwo im Ausland sowieso nicht.

Ich habe mich also riesig gefreut und wir haben sofort mit den Vorbereitungen angefangen. 

Planung

Wir haben versucht unsere Planung auf das wirklich Nötigste zu beschränken. Sa haben wir natürlich die Flüge gehabt und die ersten zwei Nächte im Hotel gebucht. Alles weitere wollten wir vor Ort buchen. Mit dem Handy und einer Kreditkarte in der Tasche ist das ja kein Problem.

Daher hat sich unsere Planung auch hauptsächlich auf das Gepäck beschränkt. Auf dem Motorrad ist nicht viel Platz und so haben wir erstmal eine grobe Liste gemacht. Von dieser Liste haben wir dann vieles gestrichen und was am Ende übrig geblieben ist hat seinen Weg ins Gepäck geschafft. Es hat sich herausgestellt, dass unsere Planung ziemlich gut war. Das hat man besonders deutlich daran gesehen, dass ich am letzten Tag wirklich nur noch ein Set saubere Klamotten für den Rückflug hatte und alles mindestens einmal benutzt wurde.

Ankunft

Nach einem ziemlich entspannten Flug sind wir in Colombo angekommen, haben die Motorräder abgeholt und sind ins Hotel gefahren. Der Tag war gelaufen und wir gerädert.

Am nächsten Tag ging es sofort los. In den Norden nach Pidurangala. Der riesige Felsen ist eine heilige Stätte die man als Tourist besichtigen sollte. Oben auf dem eisigen Felsen angekommen, bietet sich ein wirklich beeindruckender Anblick der Landschaft. Wir haben uns nach einem langen Tag auf der Straße dort den Sonnenuntergang angesehen, das war grandios.

Teeberge

Nachdem wir den ersten Verkehrsschock überwunden hatten und rausgefunden haben wie das mit der Hupe funktioniert, man hupt eigentlich immer und zu jedem erdenklichen Anlass, fahren wir nach Süden in die bis zu 2500m hohen Teeberge. Mit den gewundenen Straßen ein Paradis für uns. Leider regnet es so doll, dass wir auch hätten schwimmen gehen können. Egal, es ist warm und wir düsen durch die Berge. Angekommen in Ella, trocknen wir unsere Sachen und schließen uns den vielen anderen Touristen in den unzähligen Bars an. Nach ein paar Bier, interessanten Gesprächen und gutem Essen schlendern wir zurück ins Hotel und fallen ins Bett.

Elefanten

Weiter gehts nach Süden, wir wollen Elefanten sehen. Im Nationalpark bei Udawalawe soll es viele Elefanten geben. Wir haben Glück. Wegen des starken Regens kommen die Dickhäuter ins flache Land von wo wir sie von dem Geländewagen unseres Guides beobachten können. Ein bisschen mulmig ist uns schon zumute als wir sehen wie all die Besucher inklusive uns zwei Spinnern den Elefanten hinterherpilgern. Es ist eine feine Balance die zwischen dem Schutz der Tiere und einem wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb des Parks gefunden werden muss. Ob das gelungen ist können wir nicht beurteilen. Ein Gefühl des Unbehagens bleibt genauso wie beeindruckende Bilder.

Teeberge reloaded

Da es so stark geregnet hat auf unserem Weg durch die Berge, beschließen wir nicht weiter an den Strand zu fahren. Wir fahren wieder zurück in die Berge. Ohne tief hängende Wolken hoffen wir dieses Mal in die grünen Täler schauen zu können. Wir haben Glück, das Wetter präsentiert sich von seiner besten Seit und wir lassen uns treiben. Wir sehen die Sonne aufgehen, beobachten Teepflücker bei der Arbeit und beobachten mit großer Neugier alles was es zu sehen gibt.

Zu wenig Zeit

Natürlich ist eine Woche zu wenig Zeit für diese Reise. Sri Lanka ist nicht groß. Es ist aber ein Land mit einer bewegten Geschichte vielen Religionen und verschiedenen ethnischen Gruppen. Wir haben in eine Woche Powerurlaub als außenstehende davon kaum etwas mitbekommen. Wahrscheinlich währe das auch nach mehr Zeit kaum der Fall, da die Geschichte und Gesellschaftsstrukturen sehr kompliziert sind. Ich würde aber trotzdem gerne bei einem zweiten oder dritten Besuch den Versuch unternehmen.

Wir haben dafür sehr viele hilfsbereite und nette Menschen getroffen, einen kleinen Einblick in die Küche und besonders ins Street Food bekommen und vor allem große Lust auf mehr.

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