Silvestercamp der Dachzeltnomaden

Die Dachzeltnomaden haben zum Silvestercamp eingeladen und ich konnte mir nichts besseres vorstellen als 650km nach Österreich in die Nähe von Passau zu fahren um mir eine knappe Woche den Hintern abzufrieren.

Im Auto entspannt unterwegs

Da ich noch ein paar Urlaubstage hatte konnte ich schon zwei Tage vor dem Start des Silvestercamps losfahren um mal abseits der Autobahn die Landstraße zu genießen. So habe ich mir einen Wanderparkplatz in der Nähe einer Burgruine bei Google maps rausgesucht um gleich mal ein neues Objektiv ausprobieren zu können. Die Burgruine Weißenstein ist fast 1000 Jahre alt und bot eine phantastische Aussicht.

Am Wasser nur bei minus 5 Grad

Kurz vor Passau direkt an der Donau habe ich eine vielversprechende Fläche auf Satellitenbildern von Google für die zweite Nacht gesehen. So habe ich auf einen gemütlichen Abend direkt am Wasser gehofft und habe Glück gehabt. Fast am Ziel hatte ich noch einmal Zeit das letzte Jahr zu überdenken und mir auszumahlen was das nächste Jahr wohl bringen mag.

Und so habe ich bei einem Glas Wein dem monotonen Klacken der Dieselpumpe für die Standheizung und ein paar Flausen im Kopf kaum etwas von den winterlichen Temperaturen mitbekommen.

Das Camp

Wie nicht anders erwartet war ich nur wenige Minuten nach offizieller Eröffnung lange schon zu spät. Viele haben sich bereits am Abend zuvor eingefunden und das Feuer angeheizt, schließlich ist es kalt.

Nach einem sehr freundlichen Empfang hat es nur wenige Minuten gedauert, bis ich die ersten netten Menschen getroffen habe. Die ganz harten haben im Dachzelt ohne Heizung tief im Schlafsäcke gehüllt geschlafen. Die Weicheier haben in ihren Autos mit Heizung und Strom geschlafen. Im Prinzip ging das so dann die nächsten Tage weiter. 

Das Schöne bei solchen Treffen ist immer wieder die Offenheit aller. Man tauscht sich aus, lässt sich inspirieren und schiebt am Ende gemeinsam die Autos aus dem Matsch.

Straffes Programm

Natürlich hat sich das Organisationsteam voll ins Zeug gelegt und für jeden Tag ein anderes Programm zusammengestellt. Mit der Hilfe vieler Freiwilliger gab es täglich Wanderungen, Workshops z.B. zur Plastikvermeidung, Hundetraining und das obligatorische gemeinsame Abendessen am Lagerfeuer.

Es war also sichergestellt, dass niemand hungrig war und frieren musste auch niemand. Im allergrößten Notfall konnte man sich ja in den beheizten Badezuber, die Sauna oder die warme Jurte zurückziehen.

Am Silvesterabend haben wir auf eigenes Feuerwerk verzichtet und stattdessen unsere gute Aussicht genutzt um die Raketen die in der Umgebung abgefeuert wurden beobachten zu können.

Trotz der vermeintlichen kalten Temperaturen und der ungewöhnlichen Zeit für ein Campingurlaub war es eine wunderbare Erfahrung. Die gute Organisation hat natürlich einen großen Anteil daran.

Jetzt bin ich mal gespannt wie lange es dauern wird bis ich nicht mehr wie eine Räucherwurst riechen werde.

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr.

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