Wohnmobilzulassung

Eine Wohnmobilzulassung ist eine gute Sache. Da davon ausgegangen wird, dass ein Wohnmobil nicht ständig im Alltag benutzt wird, gibt es oft deutliche Steuererleichterungen. Allerdings werden ein paar Bedingungen an ein Fahrzeug gestellt, das als Wohnmobil gelten soll. Welches Sparpotential euer Auto hat könnt ihr mit dem Kfz-Steuerrechner vom Bundesfinanzministerium herausfinden. Aber jetzt erstmal zu den Bedingungen.

Die Bedingungen

Um ein Fahrzeug „mit besonderer Zweckbestimmung“ also als Wohnmobil zulassen zu können müssen im Prinzip nur fünf Vorraussetzungen erfüllen.

• das Fahrzeug muss genügen Platz für die Unterbringung von Personen bieten

• einen Tisch und Sitzgelegenheiten

• eine Kochmöglichkeit

• Stauraum zur Gepäckunterbringung und anderen Gegenständen

• eine Schlafgelegenheit, die aber auch tagsüber als Sitzmöglichkeit dienen kann

All das muss fest im Auto angebracht sein. Eine Ausnahme ist der Tisch der leicht herausnehmbar sein kann.

Der Haken

Das klingt fast zu gut um wahr zu sein denk ihr? Das stimmt. So locker wie die Bestimmungen formuliert sind, können sie auch ausgelegt werden. Im Internet kann man fast alles lesen. Von Geschichten, die davon berichten wie TÜV-Prüfer mit einer Isomatte, einem transportablen Kochfeld für die Steckdose und einem Koffer im Kofferraum die Wohnmobilzulassung genehmigen, bis zu liebevoll ausgebauten Fahrzeugen, die keine Zulassung bekommen haben.

Die erste Hürde ist die Kochmöglichkeit. Ein einfacher Campingkocher reicht nicht immer aus. Man kann darüber streiten was fest eingebaut heißt. Wirklich fest ist nur ein Einbaukochfeld mit angeschlossener Gasflasche, entsprechendem Gasflaschenkasten und der notwendigen Prüfung der gesamten Anlage. Was zu einer Gasanlage nötig ist findet ihr hier.

Zwar lassen die anderen Bedingungen weniger Spielraum zu, aber ein TÜV-Prüfer der nicht will findet wohl immer auch etwas.

Unser Tipp

Das wichtigste an dem Vorhaben Wohnmobil ist daher im Vorfeld mit einem Prüfer zu sprechen und zu erklären was ihr vorhabt. So kann schon vorher alles geklärt werden und es gibt keine bösen Überraschungen. Wenn ihr merkt, dass ihr mit eurem Prüfer nicht weiter kommt, geht zu einem anderen.

Frühere Anforderungen, wie zum Beispiel einer Stehhöhe von 1,70m im Innern gibt es heute nicht mehr. Das steht immer noch in vielen Foren ist aber nicht mehr aktuell.