Kühlboxen

Ein paar Informationen zu den verschiedenen Kühlboxsystemen, ihren Vor- un Nachteilen haben wir hier für euch zusammengestellt. Es gibt drei verschiedene Kühlboxtypen und Kombinationen der Typen die für den Campingeinsatz in Frage kommen:

Thermoelektrische Kühlboxen

Absorberboxen

Kompressorboxen

Kombinationsboxen

Thermoelektrische Kühlboxen

Entdeckt wurde das thermoelektrische Prinzip schon 1834 von J. C. A. Peltier. Die temperaturerzeugenden Teile thermoelektrischer Systeme werden darum auch als Peltier-Elements bezeichnet. Eigentlich ist es ganz einfach. Basierend darauf, dass bei Durchfluss von Gleichstrom an der Verbindungsstelle verschiedener Metalle, jeweils abhängig von der Polarität, Kälte oder Wärme entsteht.

Dieses Prinzip, kann sowohl zum Kühlen, als auch zum Heizen benutzt werden. Mit Wärmetauschern und Lüftern wird der Effekt dabei noch erhöht.

Unsere Meinung:

Kühlboxen dieser Bauart sind relativ günstig und können problemlos mit einem 12 Volt Anschluss betrieben werden. Wenn ihr also nur mal für ein Picknick oder ein paar Tage unterwegs seid, ist eine thermoelektrische Kühlbox eine gute Wahl. Ab 50€ kann man sich so schnell und einfach eine Möglichkeit zum Aufbewahren von leicht verderblichen Lebensmitteln oder auch mal ein paar kühlen Bier besorgen.

Der große Nachteil dieser Boxen ist, dass sie meistens relativ laut sind und daher nicht dafür geeignet sind neben dem Bett zu stehen. Wir fanden das Summen der Lüfter auf die Dauer etwas lästig. Außerdem kann es schnell mal passieren, dass die kleinen Dinger überfordert sind, besonders wenn es sehr warm ist.

Vorteile:

• preiswert

• leicht und unkompliziert

• muss nicht immer gerade stehen

• geeignet für 12 Volt

Nachteile:

• relativ laut, besonders Nachts kann das stören

• Kühlleistung ist begrenzt

Absorbertechnik

Eine Kühlbox dieser Bauart funktioniert indem eine konzentrierte Ammoniaklösung in einem Boiler erhitzt und dampfförmig ausgetrieben wird. Unter hohem Druck stehendes Gas verflüssigt sich in einem Kondensator und verdampft unter Zusatz von Wasserstoff. So wird dem Kühlraum die Wärme entzogen. Das Ammoniakgas wird dann im Absorber von einer schwachen Ammoniaklösung absorbiert. Die gesättigte Lösung fließt zum Boiler zurück und der Kreislauf beginnt von neuem.

Unsere Meinung:

Da diese Boxen mit Gas betrieben werden, muss man entweder extra für die Kühlbox eine Gasflasche dabei haben oder das ganze an das Bordnetz anschließen. Für größere Wohnmobile mit großem Gasvorrat und der Möglichkeit das Gas regelmäßig nachzufüllen ist diese Technik sicherlich attraktiv. Außerdem sind sie sehr leise und leistungsstark und durch den Gasbetrieb wird wenig Strom verbraucht.

Für uns ist diese Technik allerdings zu groß, scheint uns irgendwie nicht besonders nachhaltig zu sein und wenn man mal kein Gas mehr hat ist mit der Box auch nichts mehr anzufangen.

Vorteile:

• geräuschlos

• geeignet für 12 Volt

• gute Kühlleistung

Nachteile:

• das Gas muss nachgefüllt werden

• sollte nicht in Schräglagen verwendet werden

Kompressortechnik

Genau wir euer Kühlschrank zu Hause arbeiten Kompressorgeräte mit einem Kältemittel. Dieses wird im Verdampfer vom flüssigen in einen gasförmigen Zustand gebracht. Wärme aus dem Innenraum des Kühlgeräts wird gebunden und es wird kalt. Vom Kompressor wird das gasförmige Kältemittel angesaugt, verdichtet und an den Kondensator weiter gegeben. Dort wird die im Verdampfer gebundene Wärme abgegeben. Das Kältemittel geht wieder in den flüssigen Ursprungszustand über und fließt zum Verdampfer, wo der Kreislauf von Neuem beginnt.

Unsere Meinung:

Kopressorboxen vereinen die Stärken der vorangegangenen Techniken. Sie sind sehr leise und haben eine gute Kühlleistung obwohl sie lediglich 12 Volt benötigen. Sie können auch mal in Schräglagen betrieben werden und sogar manchmal tiefkühlen. Durch die gute Kühlleistung ist die Innenraumtemperatur sehr konstant, unabhängig von der Außentemperatur. Zu allerletzt sind sie auch für Solaranlagen geeignet, da sie verhältnismäßig wenig Strom verbrauchen.

Leider sind diese Kühlboxen ziemlich teuer. Je nach Größe kann man schnell bei 500€ und mehr liegen. Für einen kurzen Ausflug würden wir diese Boxen daher nicht empfehlen.

Vorteile:

• leise und vibrationsarm

• für Normal- und Tiefenkühlung geeignet

• geeignet für 12 Volt

• geringer Stromverbrauch

• Solar geeignet

• konstante Kühlleistung

• muss nicht immer gerade stehen

Nachteile:

• nicht gerade billig

Kombinationen:

Es kann durchaus vorkommen, dass ihr zum Beispiel eine Kühlbox findet auf der groß steht, dass sie mit Kompressortechnik betrieben werden kann und unglaublich billig ist. Allerdings heißt das häufig, dass die Box nur bei einem 230 Volt Anschluss mit dem Kompressor betrieben wird und sonst entweder die Absorbertechnik über Gas oder ein thermoelektrisches Element zum Einsatz kommt. Wenn ihr nur mal schnell was transportieren wollt ohne die Kühlkette zu unterbrechen ist das kein Problem, aber in einem Auto hat man keine dauerhafte Stromversorgung mit 230 Volt.

Nun gibt es natürlich Spannungswandler für einen 230 Volt Anschluss. Ihr müsst aber bedenken, dass das eure Batterien unnötig belastet und die möglicherweise früher schlapp machen.