Nadel, Faden und Offroad

An diesem Wochenende wollte ich eigentlich mal ausprobieren was unser Auto alles kann. Schließlich haben wir es besonders wegen dem Allradantrieb und dem zusätzlichen Untersetzungsgetriebe gekauft. Außerdem war es mir lieber etwas Erfahrung zu sammeln, wenn Hilfe in der Nähe ist.

Auf in den Dreck

Zum Glück gibt es nördlich von Berlin ein Gelände auf dem man Allradfahrzeuge mal so einsetzen kann wie es von den Konstrukteuren gedacht war. Trotz der bitteren Kälte am Morgen habe ich mich auf den Weg gemacht und bin ohne den sonst alles lähmenden Berufsverkehr schnell angekommen. Da mir das Handy auch noch den Weg angegeben hat, glich mein „Abenteuer“ eher einem Sonntagsspaziergang, zumindest bis ich angekommen bin. Ich habe schnell gemerkt, dass der Allradantrieb auf den ich so stolz war hier eher wie ein Spielzeug wirkte. Die Strecke war weitestgehend so anspruchsvoll und von tiefen Löchern durchsiebt, dass die verhältnismäßige Bodenfreiheit es mir nicht leicht gemacht hat. Da der Boden noch gefroren war, musste ich ziemlich aufpassen mir nicht irgendwas vom Auto abzureißen. Womit die meisten anderen keine Probleme hatten, war für mich Amateur eine große Herausforderung.

Trotzdem hat man mir gleich gezeigt wo ich hinfahren kann und mit der Zeit habe ich auch von ein paar der anderen Fahrer gute Tipps bekommen. Der wichtigste: „ Lieber das Auto testen, wenn der Boden nicht gefroren ist“. Etwas enttäuscht aber um einige Erfahrungen bereichert, bin ich wieder nach Hause gefahren.

Neue Vorhänge

Zum Glück war es gerade einmal mittags als ich zu Hause ankam. Rieke und ich haben also beschlossen uns endlich mal den seit Monaten rumliegenden Gardinen zu widmen. Vielleicht haben wir uns nicht darum gekümmert, weil es so leicht ist. Die von Ikea gekauften Vorhänge haben wir in rechteckige Stoffstücke geschnitten und wollten dann Magnete in den Saum einnähen. So haben wir gedacht, ist es am einfachsten die Gardinen im Auto zu befestigen. Natürlich hat sich am Ende herausgestellt, dass es doch nicht so einfach ist wie gedacht und wir die Hilfe von Riekes Mutter brauchten. Am Ende haben wir aber vier von sechs Vorhängen genäht und die anderen zwei schonmal zugeschnitten und für das Nähen vorbereitet.

Da ich nächstes Wochenende nicht in Berlin bin, macht Rieke vielleicht mit den Vorhängen allein weiter. Dann können wir hoffentlich bald im Auto schlafen und müssen uns keine Gedanken mehr machen, dass direkt an uns alle Leute vorbeilaufen.

Teile deine Gedanken