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Auto gekauft!

Kurze Vorgeschichte

Im September bin ich zu Willys Fernreisemobiltreffen gefahren um mir mal anzusehen was es alles so gibt. Meiner Meinung nach gab es da so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Die meisten Expeditionsmobile waren nicht ganz das was ich gesucht habe. Entweder waren die Expeditionsmobile zu groß, zu alt oder zu teuer.
Trotzdem habe ich nach einer Weile René und Sonja getroffen. Die zwei Schweizer sind erfahrene Weltreisende und haben außerdem Bücher über ihre Reisen von Amerika bis Australien geschrieben.

Ein Wochenende in der Schweiz

Nach einigem E-Mailverkehr war die Sache klar. René und Sonja haben angeboten uns nicht nur bei der Überführung und dem Zoll zu helfen, wir konnten auch eine Nacht bei den beiden übernachten. So haben wir Zugtickets gekauft und uns für ein paar Stunden in den Zug gesetzt. Bei unsere Ankunft hat Sonja uns gleich auf dem Bahnsteig erkannt und uns mit zum Auto genommen. René haben wir dann wenige Minuten später auch kennengelernt und sind zusammen zu ihrer Wohnung gefahren und haben uns gleich das Auto angesehen. Knallrot und ziemlich hochbeinig stand er in der Halle, in einem super Zustand. Nach kurzer Einführung haben wir eine Probefahrt gemacht. Alles funktioniert, alle Lichter, Schalter und Hebel wurden geprüft. Dass die Heizung nur heizt und kalte Luft nicht ins Auto kommt, ist uns dann erst auf dem Rückweg aufgefallen. Das ist aber halb so wild. Es musste noch der Papierkram erledigt werden und schon haben wir unser erstes Auto gekauft!

Abendessen und Reiseplanung

Sonja und René konnten uns bei leckerem Schweizer Raclette viel von ihren Reisen berichten und gleich mal ein paar Tips geben was wir brauchen, was nicht und was ganz praktisch sein kann. Besonders beeindruckend ist, dass René all die Reisen der beiden im Rollstuhl gemacht hat.

Heimweg

Eine Nacht später brechen wir früh auf um ein Überführungskennzeichen zu bekommen. Das geht schnell und einfach. So sind wir kurz darauf auf dem Weg zum Zoll. Die Spedition, die wir mit dem Papierkram beauftragt haben, hat uns drauf hingewiesen, dass in den Papieren Lieferwagen steht. Das bedeutet, dass wir nicht 10% wie für PKW sondern 22% zahlen müssen. Die deutschen Zollbeamten haben sich leider erst nicht überzeugen lassen, dass wir keinen Lieferwagen haben sondern ein altes Feuerwehrauto. Doch beim zweiten Versuch hieß es dann plötzlich, dass bei einem Feuerwehrauto nur irgendwas um die 3,5% zu zahlen sein. Wir waren dann schon total happy. Kurz darauf hieß es aber, für 3,5% braucht man feuerwehrspezifische Einbauten. Naja egal, so haben wir am Ende eben die 10% wie erwartet bezahlt. Solltet ihr mal ähnliches vor haben, kann es sich lohnen der Feuerwehr irgendeine alte Pumpe abzukaufen um beim Zoll viel Geld zu sparen.

Nach der kurzen Aufregung hat uns unser Bus dann nicht gerade schnell aber sehr bequem und zuverlässig nach Hause gebracht. Jetzt hat er schon 9.000km auf der Uhr und es wird hoffentlich noch viel mehr. Davor kommt aber erstmal der Ausbau zum Wohnmobil.

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